Taizé-Fahrt 2011 - Bericht

 
 
...sieben Reichenauer Jugendliche waren für eine Woche in Taizé!


Unter dem Leitwort „Du führst mich hinaus ins Weite…“ (Psalm 18) machten sich sieben Reichenauer Jugendliche mit einer Gruppe aus St. Gebhard KN auf den Weg nach Taizé!

„Du führst mich hinaus ins Weite…“, ein Bibelvers, den man in mehreren Gottesdiensten in Taizé gehört hat und somit sehr eng mit der Taizé-Fahrt 2011 in Verbindung steht.

Hinaus ins Weite ging es am Sonntag, den 04.09.2011. Die Fahrt ins malerische Burgund startete bereits um 6:30 Uhr in Konstanz! Bereits während der Fahrt kam eine große Vorfreude auf! Kurz vor Taizé wurde auf die Woche mit einem Gebet (Gestaltet von Werner Lübke - St. Gebhard) eingestimmt.

In Taizé angekommen, ging es erstmal darum, sich einen guten "Job für die Woche" zu verschaffen. Jobs wie das Kehren des Essensbereiches, die Reinigung von Zimmern oder das Putzen der Krankenstation wurden an unsere Jugendlichen verteilt.

Jeder Tag hatte einen festen Ablauf. So begann der Tag für die Frühaufsteher bereits um 7:30 Uhr für eine katholische Messe.
Der erste gemeinsame Event war täglich um 8:15 Uhr, das Morgengebet.
Anschließend gab es das klassische Taizé-Frühstück (heißen Kakao, ein Brötchen, Butter und ein Stück Backschokolade - als "Brotaufstrich").
Um 10:00 Uhr ging es für die Meisten an ihre tägliche Arbeit.
12:20 Uhr stand das Mittagsgebet mit anschließendem Mittagessen an.
Der Mittag war für viele die Zeit für die Bibeleinführung.
Stellen aus dem Matthäusevangelium (z.B.: die Endzeitrede) prägten das Wochenprogramm. In den anschließenden Gesprächsgruppen hatten die jugendlichen Mitfahrer die Möglichkeit, Bibelstellen zu besprechen oder alternativ einfach "die Gemeinschaft zu erleben", in der Regel durch gemeinsame Spiele, Gesang oder auch Tanz.
Um 17:15 folgte ein Tee, der zum geselligen Austausch einlud.
Nach dem Abendessen (19:00 Uhr) folgte auch gleich das Abend- bzw. Nachtgebet (20:30 Uhr), der Höhepunkt des Tages. Das Abendgebet bot die Möglichkeit, das "Flair von Taizé" ganz persönlich zu erleben.
Viele Jugendliche verließen das Gebet gegen 22:00 Uhr, manche verblieben aber im Gebet bis nach 2:00 Uhr.
Diejenigen Jugendlichen, die das Gebet früher verlassen hatten, waren fast immer am "Oyak", dem Kiosk in Taizé, hinter welchem sich Menschen aller Nationen zum gemeinsamen Gesang, Spiel und Tanz trafen. Andere suchten den gemütlichen Austausch mit neuen Bekanntschaften, anderen Gruppenmitgliedern oder eine Zeit der Stille in der Dorfkirche oder in der eigenen Baracke.

Am Samstag stand für alle Gruppenmitglieder ein Ausflug nach Cluny (siehe Link unten) auf dem Programm. In Cluny galt es, die Reste der ehemaligen Klosteranlage zu besichtigen. Bei der anschließenden Freizeit konnten die französisch-sprechenden Mitfahrer endlich auch ihre Sprachkenntnisse zum Beispiel bei der Bestellung eines Caffees oder dem Kauf von Mitbringseln anwenden.

Dank des Hauptorganisators Werner Lübke stand für alle Mitfahrer das Angebot eines "privaten" katholischen (Krypta) als auch evangelischen Gottesdienstes (Dorfkirche). Für ein paar Mitfahrer war es das erste Mal in einer evangelischen Abendmahlsfeier oder einer katholischen Eucharistiefeier. Als am 11.09. der Heimweg anzutreten war, hieß es Abschied von den lieb gewonnenen Menschen zu nehmen!

Eins steht ganz klar fest: Die Taizé-Fahrt hat allen Jugendlichen sehr gefallen. Die Symbiose aus Zeiten der Ruhe und Zeiten der Freude und des Feierns gelang nicht nur den 14-jährigen Mitfahrern, sondern auch den über 60-jährigen Begleitpersonen. Besinnliche Zeiten ermöglichten es, auf andere Gedanken zu kommen und den Alltag völlig zu vergessen. Ruhigere Zeiten, zum Beispiel Phasen der Selbstfindung und Reflektion gaben zudem Kraft für die Rückkehr in den Schul- bzw. Berufsalltag.

Bereits jetzt werden die neuen Kontakte über Facebook gepflegt und Nachtreffen oder Besuche geplant.

Nach ausschließlich positiver Rückmeldung ist jetzt bereits klar, dass viele nicht bis nächstes Jahr warten möchten! Dann geht es nämlich wieder "hinaus ins Weite".


Hier bereits ein paar Bilder:
Quelle: Verena Fritz (Facebook)

Baracke
 
Cluny
 
Quelle St. Etienne
Gruppenphoto
 
 

Die Bilder zeigen:

  • eine klassische Taizé-Baracke
  • einen Blick auf die Reste der Abteikirche in Cluny (10 Autominuten von Taizé entfernt)
  • unsere Reisegruppe (Organisation Werner Lübke - St. Gebhard KN)
  • die Quelle St. Etienne (St. Stephan) in Taizé - ein Ort der Ruhe

Text: Julian Beck