Pilgerblog Rom - Ministrantenpilgerfahrt 2012

 

Vom Montag dem 28. Mai 2012 bis zum Samstag, den 02. Juni war eine Pilgergruppe (Ministranten und JuGo-Team) unserer Seelsorgeeinheit in Rom. Julian Beck tauschte sich mit den Mitfahrern aus und bloggte die besten Erlebnisse hier.

Alle Bilder finden Sie hier.


Tag 5 (Freitag) - "Ein langer Tag"

Katakomben, St. Paul vor den Mauern, Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Trastevere und Rom bei Nacht.
Eine heilige Messe in St. Sebastian, der Kirche, in der die Reliquien des heiligen Sebastian lange Zeit aufbewahrt wurden, war heute der erste Punkt auf unserem Programm. St. Sebastian und auch die Katakomben liegen etwas außerhalb des Zentrums. Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt konnten wir dann gemeinsam Gottesdienst in St. Sebastian feiern. Pater Stephan hob in seiner Ansprache sein Hauptanliegen für unsere Fahrt hervor - zurück zu den Ursprüngen des Glaubens zu gehen - zu sehen, worin alles gründet. Besonders hob er auch den Besuch des Grabes des heiligen Paulus am Mittag sowie dessen Bedeutung für die Entwicklung der katholischen Kirche hervor. Nach der heiligen Messe wurden die Katakomben von Rom besucht. Katakomben sind unterirdische Grabstätten, in welchen vor allem reiche Familien Roms bestattet wurden. Dieses unterirdische Tunnelnetz ist in Rom 12 Kilometer lang. Nach der Mittagspause stand nun eine "Kirchentour", also die Besichtigung von drei der sieben Hauptkirchen Roms, auf dem Plan. Zuallererst wurde Santa Maria Maggiore, die berühmteste Marienkirche Roms, besucht. Es folgte der Besuch der Lateranbasilika und St. Paul vor den Mauern, wo wir direkt am Grab des hl. Paulus standen.
Zum Abschluss dieses langen aber äußerst lehrreichen Tages ging es für unsere Truppe ins Stadtteil Trastevere, wo wir ein typisches italienisches Abendessen genießen durften. Mit einem Vino della Casa und einer guten Pizza konnten wir auch gleichzeitig einen würdigen Abschluss unserer Fahrt finden.
Diejenigen, die noch nicht von der Müdigkeit geplagt wurden, konnten nun noch eine Tour durch das nächtliche Rom machen, bei der wunderbare Photos von der Peterskirche entstanden sind.
Morgen müssen wir uns leider schon wieder auf die Heimfahrt machen - aber ich bin mir sicher, dass alle Mitfahrer die Fahrt in guter Erinnerung halten werden.
Die besten Grüße aus der Unterkunft   
Eure Rompilger

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Tag 4 (Donnerstag) - "Petersdom und Stadtführung"

Nicht nur wir waren verschlafen, sondern auch Peter, denn am heutigen Morgen stand die Besichtigung des Petersdoms auf dem Programm, wozu wir schon um 8.15 Uhr fit wie ein Turnschuh im Bus saßen. Im Vatikan angekommen, fanden wir schon eine 300m lange Schlange vor, die quer über den Petersplatz reichte. Obwohl wir nicht die einzigen Besucher waren, kamen wir relativ schnell an die Reihe und konnten schon ab 9.30 Uhr den Petersdom und seine riesige Kuppel besichtigen. Zur Kuppel kam man entweder per Treppe mit ca. 500 Stufen oder alternativ per Aufzug. Die Meisten von uns entschieden sich, nach dem gut gemeinten Rat von Anja, den Aufzug zu nutzen. Das stellte sicher eine gute Entscheidung dar, denn die Anderen kamen doch sichtlich erschöpft einige Zeit später in der Kuppel des 136m hohen Petersdoms an. Doch nicht nur die Kuppel lockte unsere Gruppenmitglieder, sondern auch die Krypta, die Schatzkammer und die bronzene Petrusstatue mit ausgestrecktem Fuß.
Nach dem anschließenden Mittagessen folgte eine hervorragende Stadtführung mit einer erfahrenen Kulturhistorikerin. Diese zeigte uns die Engelsburg, den Trevibrunnen, das Pantheon, sowie andere "klassische" Sehenswürdigkeiten.
Wie immer folgte ein lockerer Abend in unserer Lobby - für andere doch eher gleich das Bett.
Morgen steht schon der letzte Tag mit Programm an. Die Katakomben sollen besichtigt werden. Um da auch einigermaßen fit zu sein, endet der Abend für den Blogger nun - gegen 2:00 Uhr :-)
Viele Grüße aus dem "Nabel der Welt"
Eure Rompilger

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Tag 3 (Mittwoch) - "Pilgern zum Papst"

Heute Morgen hieß es früh aufstehen. Der Tag begann für uns schon um 7.00 Uhr im Bus auf dem Weg zum Vatikan zu einer Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI.. Dort angekommen mussten wir zuerst durch eine Taschenkontrolle und konnten anschließend um 8.00 Uhr auf den Petersplatz gehen, wo schon unzählige Stühle standen und wir unser Lager aufschlugen. Trotz der langen Wartezeiten gab es viele aufgeregte Gesichter, man sieht den Papst ja schließlich nicht alle Tage. Als wir schon zwei Stunden gewartet hatten, die Temperatur bei gefühlten 35°C lag und der Platz voll von Pilgern war, ging es schon bald los. Um 10.30 Uhr fing die Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI. schließlich mit charmanter Orgelmusik an und kurz darauf konnte man den Papst in seinem "Papamobil" über den Platz fahren sehen. Wir hatten das Glück, dass er an der Absperrung vorbeifuhr, hinter welcher wir saßen, weswegen wir zwei Meter vom Papst entfernt waren. Dieses sagenhafte Erlebnis versetzte uns alle in eine andächtige Stimmung und kurz darauf fing die Begrüßung durch den Papst in Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch an. Er sprach nach der Begrüßung jede Pilgergruppe an und betete anschließend gemeinsam mit uns das Vater Unser auf Latein. Um 12.00 Uhr war die Generalaudienz schon vorbei und es stand "Shopping" auf dem Programm.
Da wir den Nachmittag zur freien Verfügung hatten, teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und erkundeten auf eigene Faust Rom und seine Shoppingmeile. Als wir uns anschließend auf der "Piazza del Spagna" auf der spanischen Treppe wieder trafen, hatte jeder etwas zu berichten oder seine eingekaufte Beute vorzuzeigen. Der Tag hatte uns alle angestrengt, also wurden wir von unserem legendären Busfahrer abgeholt und in die "Oasi San Giuseppe" gebracht. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Pesto, Tomaten mit Rindfleisch und zum Schluss wurden noch Obstschalen auf den Tischen verteilt.
Um den schönen Tag würdig abzuschließen, setzten wir uns noch, wie jeden Abend, auf die Terasse unseres Hotels und führen nun köstliche Gespräche mit Peter. Natürlich gibt es auch eine große Vorfreude auf den morgigen Tag, an dem wir den Petersdom und die sixtinische Kapelle besuchen, sowie die Papstgrotte sehen werden.
Viele Grüße aus der Stadt der Städte
Eure Rompilger


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Tag 2 (Dienstag) - "Volles Programm"

Dienstag, unser zweiter Tag brach für viele von uns leider sehr früh an. Bereits um 8:00 Uhr fuhr unser Bus, den Peter wie immer sehr gut fuhr, an der Unterkunft ab - in Richtung antikes Stadtzentrum. Dort hieß die erste Station "Kolosseum". Dank unseren erfahrenen Rompilgern, Pater Stephan, Anja und Meinrad, wurde eine anderweitige Führung unnötig. Weiter ging es direkt nebenan. Das "Forum Romanum", welches nur einige Meter vom "Kolosseum" entfernt ist, wurde gleich im Anschluss in Angriff genommen. Hier sahen wir auch den Senatssaal, in welchem damals der Senat tagte und außerdem vor rund 2000 Jahren an den Iden des März Cäsar ermordet wurde. Der "Kapitolshügel" war der nächste Punkt auf dem Programm. Ebenfalls erblickten wir das "ewige Feuer", welches laut der Sage dann erlischt, wenn das ewige, römische Reich zugrunde geht.
Anschließend folgte für uns eine längere Mittagspause, die praktisch von allen zum gemütlichen Pizzaessen genutzt wurde.
Nun stand der letzte Progammblock für heute an: "Der Aventin"
Hier stand Sant Anselmo, Santa Sabina und das berühmteste Schlüsselloch Roms (souveräner Malteserorden) auf dem Programm. Beim Blick hindurch konnte man wunderbar den Petersdom sehen.
In Sant Anselmo bekamen wir eine hervorragende Führung von P. Pius Engelbert OSB, der bereits mehrmals an Inselfeiertagen die Reichenau besuchte. Auch dieses Jahr wird er am 15. August zu Mariä Himmelfahrt wieder auf die Reichenau kommen.
Viele Grüße aus der Lobby der Unterkunft
Eure Romfahrer

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Tag 1 (Montag) - "Die sagenhafte Fahrt"

Morgens um 5:45 Uhr - Treffpunkt Walahfried-Strabo-Schule - beginnt eine lange Fahrt.
Mit 33 Personen sind wir aufgebrochen "ad urbem" - "in die Stadt".
Die Stadt Rom erwartete uns laut Plan gegen 20:00 Uhr. Pater Stephan begann mit uns die Pilgerfahrt mit einem besinnlichen Morgengebet im Bus. Noch vor unserer ersten Station, "St. Gotthard Süd", war klar, dass wir eine angenehme Fahrt vor uns haben würden, vor allem, nachdem wir unseren legendären Busfahrer Peter kennenlernten, mit dem wir noch eine lustige Fahrt vor uns hatten. Während viele Mitfahrer Filme wie SisterAct schauen wollten, entschieden sich die einen mehr oder weniger freiwillig dann doch, sich der aufkommenden Müdigkeit hinzugeben - so auch Pater Stephan, der sich extra SisterAct gewünscht hatte. Max Blum hingegen entschied sich, systematisch festzustellen, wer im Bus alles mit ihm verwandt ist. Florenz, Mailand und Bologna sahen wir an uns vorüberziehen, bis es schlussendlich auf Rom zuging.
Nach langer Suche nach unserer Unterkunft "Oasi San Guiseppe" bekamen wir sogar noch ein leckeres Abendessen, bestehend aus Pasta, Kartoffeln und Hühnchen.
So wie es sich für eine Reichenauer Gruppe gehört, sitzen wir nun gemeinsam in der Lobby des Hotels "Oasi San Guiseppe" bei erfrischenden Getränken sowie geselligen Gesprächen und haben alle unseren Spaß.
Als der charmante Abend sich nun dem Ende neigt und die Weißweinvorräte des Hotels aufgebraucht sind, hatten wir alle einen anstrengenden, aber trotzdem schönen ersten Tag und freuen uns nun schon auf die gemeisamen Tage in "bella Roma".
Viele nächtliche Grüße aus der Unterkunft.
Eure Romfahrer

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