Pilgerblog aus Mannheim

 

Die Pilgergruppe unserer Seelsorgeeinheit berichtet aus Mannheim

Seit Mittwoch 16.05.2012 ist eine Pilgergruppe unserer Seelsorgeeinheit auf dem Katholikentag in Mannheim.
In den nächsten Tagen wird Julian Beck sich mit den Mitfahrern austauschen und die besten Erfahrungen hier bloggen.

Alle Bilder finden sie hier.

Tag 5 (Sonntag)

Der erste Schritt des Aufbruchs ist geschafft!
Aufbrechen - von Gewohntem ablassen - neue Ideen wagen - sich Herausforderungen stellen und unbekannte Wege gehen - Chancen für eine Entwicklung in der Zukunft. Jeder Aufbruch beginnt jedoch mit einem ersten Schritt! Ich bin mir sicher, dass man den Katholikentag 2012 als einen ersten Schritt für diese Herausforderung ansehen kann.
Veränderungen beginnen mit einem ersten Schritt. Unsere vielen Diskussionen,  Vorträge und gemeinsamen Gebete boten für alle eine Chance zum Umdenken. Ein Umdenken, das veraltete Strukutren zurücklässt und von einer Mentalität der Ökumene, der Offenheit, des Dialogs und der gemeinsamen Ziele geprägt ist.
Im heutigen Abschlussgottesdienst wurde der Katholikentag nicht nur von Alois Glück, dem Vorsitzenden des ZdK sondern auch von unserem Erzbischof Robert Zollitsch als Chance zum Aufbruch gelobt.
Die Rückfahrt haben wir soeben mit gemischten Gefühlen angetreten. Zum einen ist es schade, dass eine wunderschöne Pilgerfahrt schon wieder ihr Ende nimmt. Zum anderen werden wir uns immer gern an die tolle, gemeinsam verbrachte Zeit erinnern und freuen uns somit auch, ein Teil des "neuen Aufbruchs" gewesen zu sein.
Mit unserem Blog haben wir versucht, einen kleinen Einblick in den Katholikentagsalltag zu ermöglichen. Ein Aufbruch gelingt nur mit vielen Gliedern - deshalb war es uns eine Freude, für Sie live aus Mannheim zu berichten. Nun bleibt uns die Vorfreude auf die nächste Pilgerfahrt - für uns alle ganz sicher spätestens der nächste Katholikentag 2014 in Regensburg.
Die besten Wünsche aus dem Zug in Richtung Heimat.
Julian Beck
für alle Aufbrecher!

-----------
Bedanken möchten wir uns besonders bei Andreas Steiner vom Bildungshaus St. Luzen, welcher für uns einen tollen Dip für unseren Verkaufsstand zur Verfügung stellte.
Weiterhin möchten wir uns bei Ralph Haas (Dekanat KN) für die Unterstützung zum Abend der Begegnung bedanken.
Zum Schluss geht noch ein ganz großer Dank an Reichenau Gemüse, welche uns für den Verkaufsstand wunderbar mit frischem Gemüse versorgten.

Zu den Bildern.

Tag 4 (Samstag)

Religiöse Angebote, so weit das Auge reicht!
Wir können es kaum glauben, doch unser Mannheim-Aufenthalt neigt sich wohl oder übel bereits dem Ende zu. Der letzte "volle" Tag wurde von allen ausgiebig genutzt. Da bei manchen das Schlafdefizit doch recht enorm wurde, schafften es einige Jugendliche unserer Gruppe erst eine Minute vor Schließung der Unterkunft dieselbe zu verlassen. Nun ging es natürlich direkt ins Zentrum. Ein Ziel der vielen Gruppen war das Zentrum für die Jugend. In der "Jugendkirche Samuel" fand ein Vortrag gegen die Todesstrafe von Bill Pelke, einem US-Amerikaner, statt.
Das Angebot für Jugendliche, welches sich nicht nur auf Vorträge und Diskussionen beschränkte, sondern auch durch sportliche Angebote, wie einem Hochseilgarten oder Basketballplatz glänzte, bot für jeden die passende Mischung. Das Zentrum "Famile und Generationen" veranstaltete ein Singspiel für Kinder. Eine Märchenaufführung zu den Bremer Stadtmusikanten war ebenfalls im Angebot. Die Gruppe mit Esther Bruder konnte am Morgen beim "freien Singen mit den Wise Guys", sogar noch ein Autogramm der Band ergattern. Dieselbe Kleingruppe besuchte auch die Videoinstallation "Pipilotti Rist" in der Kunsthalle Mannheim.
In den diversen "Zentren" stellten viele religiöse Gruppierungen und Organisationen ihr Programm vor. So suchten einige Mitfahrer den Stand der österreichischen Pfarrer-initiative auf, welche in der vergangenen Zeit mehrmals in den Schlagzeilen zu finden war. Benedikt und ich trafen einen ehemaligen Schulkameraden – welcher inzwischen den Dominikanern beigetreten ist – am Stand der Dokinikaner aus Worms.
Sabrina Deggelmann und Benedikt Futterer besuchten gemeinsam das Podium "Hallo Staat, hier Kirche! - Wieviel Zukunft hat das deutsche Modell" mit Ministerpräsident Kurt Beck.
Andere Mitpilger, welche etwas Abstand von den Menschenmassen bedurften, suchten die Krypta der Jesuitenkirche für ein persönliches Gebet in Stille auf.
Auch heute war das Angebot an Konzerten äußerst vielseitig, sodass in diversen Klein-gruppen insgesamt vier verschiedene Konzerte besucht wurden.
Neben einem NGL-Konzert (Neues Geistliches Lied) mit Gregor Linßen fand ein größeres Kontert von Stereolove und Cassandra Steen statt. Weiterhin gab es ein Konzert in der Jesuitenkirche mit dem Titel "Missa Buenos Aires".
Sonntagmorgen wird unsere Gruppe gemeinsam den Abschlussgottesdienst besuchen. Anschließend werden wir die Heimreise antreten. Es ist schade, dass die schöne gemeinsame Zeit, die wir auf dem Katholikentag verbracht haben, sich nun dem Ende entgegen neigt, doch trotzdem werden wir alle die Zeit sehr positiv in Erinnerung halten.
Viele Grüße aus dem Übernachtungsquartier
Julian und die ganze Pilgergruppe!

Zu den Bildern.

Tag 3 (Freitag) - "Volles Programm"

Angela Merkel und die Wise Guys
Auch der heutige Freitag begann für einige Mannheimpilger recht früh. Bereits um 8:00 Uhr wollten schon einige Frühaufsteher für ein Morgengebet im Zentrum von Mannheim sein, welches von Brüdern aus Taizé organisiert wurde. Der Rest der Gruppe ging den Morgen gemütlicher an. Für viele stand eine Podiumsdiskussion ("Aufbrüche in eine(r) Gesellschaft des langen Lebens" - demografischer Wandel) mit Angela Merkel auf dem persönlichen Katholikentagsplaner. Diese Veranstaltung begann erst gegen 12:15, jedoch konnte man nur noch Plätze ergattern, wenn man vor 11:00 Uhr im 2400 Personen fassenden Saal saß. Da dies für viele der erste Programmpunkt war, war somit am Morgen noch Zeit für ein wenig Entspannung oder gar einen kleinen Einkaufsbummel in der Innenstadt von Mannheim. Ein paar Teilnehmer entschieden sich für ein alternatives Programm - so wurde zum Beispiel ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Metropolit aus Bonn (Augoustinos) besucht.
Mehrmals am Tag wurde auch eine Synagogenbesichtigung angeboten, welche ebenfalls für einige KT-Fahrer von Interesse war.
Mittags war ich mit Annika Sturm und Florian Link in einer Podiumsdiskussion mit dem etwas sperrigen Titel "Surfen – Chatten – Switchen: eine individuelle Realität. Wie verändern Facebook & Co die religiösen Verbandsstrukturen?", welche zur Reihe des christlich-islamischen Dialogs gehörte. Es war äußerst interessant, zu erfahren, welchen Problemen und Herausforderungen sich die unterschiedlichen Religionen bei ihrer Arbeit mit dem Web 2.0 stellen müssen.
Abends stand nun für fast alle Teilnehmer eines der groß beworbenen Events an: "Das große Wise-Guys-Konzert". Die Rückmeldungen waren allerseits hervorragend und das Konzert war mehr als mitreißend. Nachdem die Wise Guys ihr Konzert mit dem Lied "irische Segenswünsche" beendet hatten, ging es zurück in die Unterkunft.
Da es Sonntagmorgen nach einem zentralen Gottesdienst leider gleich wieder auf die Heimreise geht, ist für alle morgen der letzte komplett frei planbare Tag. Ich bin gespannt, welche Angebote meine Mitreisenden am Samstag annehmen. Der abendliche Austausch über die Erlebnisse ist für jeden Teilnehmer, egal ob jung oder alt, äußerst informativ und immer spannend!
Die besten Grüße aus dem Internet!
Julian

Zu den Bildern.

Tag 2 (Donnerstag) - Christi Himmelfahrt

Das Katholikentagsleben beginnt
6:00 Uhr - für die ersten Katholikentagsfahrerinnen und Katholikentagsfahrer beginnt der Tag.
Von den 17 Mitfahrern mussten sich heute leider 5 wieder auf den Weg zurück auf die Reichenau machen. Nach dem Frühstück in der Unterkunft, bei dem wilde Spekulationen über die Stärke des offensichtlichen Schlafdefizits entbrannt sind, durften sich alle Teilnehmer erst einmal für den langen Tag stärken. Spätestens um 8:00 Uhr hieß es von der Unterkunft aufbrechen in Richtung Mannheimer Zentrum, denn hier begann um 9:00 Uhr das Vorprogramm zum Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt. Um 10:00 Uhr begann pünktlich das Hochamt mit Hauptzelebrant Robert Zollitsch (siehe Bilder). Nun begann das eigentliche "Katholikentagsleben". Jeder konnte seinem eigenen, selbst individuell geplanten Tagesprogramm nachgehen. Während der Eine fast schon sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel einen Tanzworkshop oder ein Workshop zum Thema "Glaubensspiele aus aller Welt" besuchte, entschied sich der Andere eher für Diskussionsrunden zu Themen wie "Frauen in der Kirche", "Kirche und Internet" (siehe Bilder) oder auch "Veränderungen in der Kirche seit dem zweiten vatikanischen Konzil". Auch unangenehme Themen wie "Missbrauchsvorwürfe in der katholischen Kirche" wurden nicht unter den Tisch gekehrt - auch hier wurde von Mitfahrern eine Podiumsdiskussion besucht. Eine Gruppe war ständig unterwegs mit "Aufbruchrucksack" und Pilgerstab. So kam es auch dazu, dass spontan ein Jugendlicher aus Köln uns anbot, den Pilgerstab mit einem seiner Luftballons zu verschönern, was wir gerne annahmen (siehe Bilder).
Das Abendprogramm sah für viele Teilnehmer, besonder für die Jugendlichen, recht gleich aus.
"Mannheim rockt für eine Welt", so der Titel des abendlichen Konzerts mit den Gästen "Andreas Bourani", "Luxuslärm" und "Stefanie Heinzmann“ (siehe Bilder). Anschließend folgte für manche ein Abendgebet - je nach Lust und Laune entweder ein benediktinisches oder eher ein Abendgebet nach Art der französischen Taizé-Gemeinschaft.
Nun bot es sich an, den Abend noch gemütlich im "Nachtcafé" der Gemeinde der Gemeinschaftsunterkunft ausklingen zu lassen.
Nach einem für uns alle sehr erlebnisreichen Tag freuen wir uns nun auf den nächsten Tag "mit vollem Programm".
Die besten Grüße aus "Mannem"
Julian und Crew

Zu den Bildern.

Tag 1 (Mittwoch) - Den Aufbruch wagen

Nachdem unserer Pilgergruppe am Dienstagabend von P. Stephan Vorwerk OSB und P. Dr. Hugo Eymann OSB der Pilgerstab übergeben wurde, stand es am Mittwochmorgen an, gemeinsam als Pilgergruppe den "Aufbruch zu wagen" und den Weg nach Mannheim anzutreten.

Der Text zum ersten Tag stammt von Annika Sturm, eine unserer Mitfahrerinnen aus dem Jugendgottesdienstteam:
"Nachdem wir heute Morgen auf der Reichenau losgefahren sind, machten wir noch einen letzten Halt beim Pirmin und fuhren dann in Richtung Mannheim weiter. Obwohl es einige technische Probleme mit unserem Transporter gab, wagten wir trotzdem weiter den Aufbruch und schafften es, über Schwierigkeiten hinwegzublicken. Sogar fehlendes Kühlwasser wurde besorgt und so konnte die Reise gleich weitergehen. In Mannheim konnte es dann gleich losgehen mit der Planung unseres Standes, bei dem wir am Abend mitgebachtes Gemüse von unserer Insel mit einem Dip aus St. Luzen im Schwarzwald verkauften. Zuerst trafen wir Ralf Haas, den Dekanatsreferenten, der uns bei der Planung des  "Abend der Begegnung" nett weiterhalf und uns anschließend in unseren Stand einwies. Um 18.30 Uhr ging es dann schon los. Der Verkauf unserer Gemüsesticks mit Dip war eröffnet. Rechts und links von unserem Stand konnten wir schon Maultaschen und Holzofendünnele riechen und schnippelten fleißig an Karotten, Gurken und Paprika herum. Mit unseren 15 Helfern war das Gemüse schnell klein geschnitten und konnte in Bechern an die hungrigen Besucher verkauft werden. Auch wenn es nicht den erhofften Erfolg gebracht hat, hatten wir doch viel Spaß und haben sehr viel Reichenauer Gemüse verbreitet. Da wir schon so produktiv waren, wurde der Verkauf um 21.45 Uhr beendet und brav die zur Verfügung gestellten Stände sauber gemacht. So haben wir erfolgreich den ersten Tag des Aufbruchs gemeistert und unseren wohlverdienten Feierabend begonnen." Annika Sturm
Zu den Bildern.

Wenn Sie Wünsche, Fragen und Anregungen haben, können Sie uns jederzeit über web@se-reichenau.de kontaktieren, bzw. steht Ihnen Julian Beck unter Tel. 0178/9310774 zur persönlichen Rücksprache zur Verfügung.
Ansprechpartner
Webmaster
Stefan Wedele
Mitglied Webmaster-Team
Julian Beck